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Neben Gemüse soll auch Milch und Trinkwasser rund um das
Kernkraftwerk Fukushima in Japan radioaktiv belastet sein,
ebenso wie viele Fische im nahe gelegenen Pazifik. Fraglich
ist außerdem, wohin das zur Kühlung der Brennstäbe benutzte
und damit starker ( radioaktiver ) Strahlung ausgesetzte
Meerwasser versickert.
Gesundheitliche Gefahren radioaktiv
belasteter Lebensmittel ( Nahrungsmittel )
Wer radioaktiv belastete Lebensmittel ( Nahrungsmittel ) zu
sich nimmt, kann die Strahlenbelastung weder riechen noch
schmecken und es kommt hinzu, dass sich gesundheitliche
Folgen erst viele Jahre später z.B. durch das Auftreten
einer Krebserkrankung zeigen können. Immerhin lässt sich ein
Großteil der radioaktiven Stoffe, die sich über die Luft auf
Gemüse der Umgebung abgesetzt hat, durch gründliches Waschen
weitestgehend entfernen und zudem hat das radioaktive
Jod-131 eine relativ kurze Halbwertszeit, das heißt, es
zerfällt so schnell, dass unterirdisch wachsende Pflanzen
wie Rettich oder Möhren nicht damit kontaminiert sein
können.
Radioaktives Cäsium wird vom Körper
anstelle von Kalium eingebaut
Anders dagegen sieht dies bei radioaktivem Cäsium aus: jene
problematischen, weil die Gesundheit gefährdenden Cäsium-Isotope zerfallen
teilweise erst nach 30 Jahren und können sich somit über Jahrzehnte im
Boden anreichern und diesen lange Zeit radioaktiv belasten. Während eine
oberflächliche Kontamination mit radioaktivem Staub ( radioaktiven
Partikeln ) größtenteils durch Waschen entfernt werden kann, kann man
nichts mehr ausrichten, wenn sich radioaktives Cäsium über die Wurzeln in
der Pflanze angereichert hat. Der Körper nimmt das radioaktiv wirksame
Cäsium-Isotop ( Cäsium-134 oder Cäsium-137 ) über die Nahrung auf, wo es
anstelle von Kalium z.B. in Muskelgewebe, bei Kindern auch in Knochen
eingebaut wird und von dort aus seine schädliche Wirkung durch Strahlung
auf umliegendes Gewebe entfalten kann, bis es vom Körper wieder
ausgeschieden wird.
Gefahr einer radioaktiven Belastung
von Nahrungsmitteln in Deutschland?
Im weit entfernt gelegenen Europa fragen sich viele,
inwiefern auch hier z.B. in Deutschland, Österreich oder der
Schweiz eine Gefahr durch die Aufnahme radioaktiv belasteter
Nahrungsmittel aus Japan besteht? Es ist davon auszugehen,
dass in Europa auf natürlichem Wege nichts von der in Japan
deutlich messbaren erhöhten Radioaktivität in die
Nahrungskette gelangt. Da Japan an Nahrungsmitteln mehr
importiert als exportiert, sind es nur wenige spezielle
Nahrungsmittel wie z.B. Tee, Saucen oder japanische Pilze,
die in den Handel von Japan nach Europa gelangen.
Kann man in Deutschland bedenkenlos
Sushi essen nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima?
Auch der Fisch, der hierzulande als Sushi vermarktet wird,
stammt kaum aus dem pazifischen Küstengebiet um Fukushima,
sondern vielmehr aus anderen Gewässern, in denen jener Fisch
für die beliebte japanische Spezialität größtenteils
gefangen wird. Grundsätzlich werden die in den großen Ozean
gelangenden radioaktiven Stoffe sehr stark verdünnt und
Experten hoffen, dass eher die flüchtigen radioaktiven
Isotope und weniger die langlebigen radioaktiven Substanzen
wie das radioaktive Cäsium ins Meer gelangen. Es ist davon
auszugehen, dass die aus dem Pazifik rund um Fukushima
gewonnenen Meerestiere und Meerespflanzen wie z.B. Algen in
den kommenden Jahren gewissenhaft auf eine radioaktive
Belastung hin untersucht werden und radioaktiv verseuchte
Nahrungsmittel aus dem Meer, die einer solchen Kontrolle
unterliegen, auch nicht in den Handel gelangen dürften. |