Babys haben ein natürliches Bedürfnis
nach Nähe
Menschenbabys haben ebenso wie beispielsweise Affenbabys ein
natürliches Bedürfnis nach Mamas Nähe, sichert dies doch ihr
Überleben. Der Klammerreflex neugeborener Babys ist ein
Relikt vergangener Zeiten, in denen unsere Vorfahren noch
ein Fell besaßen und Menschenbabys sich, wie dies Affenbabys
noch heute tun, am Fell der Mutter festgeklammert haben.
Ebenso nimmt ein Säugling, wenn man ihn hochhebt, die
Spreiz-Anhock-Stellung ein, in Erwartung, getragen zu
werden. Das Getragen werden sichert einem Menschenbaby nicht
nur das Überleben, es schenkt ihm ebenfalls Geborgenheit,
Wärme und Zuwendung.
Tragen ist gesund für das Baby und
fördert seine Entwicklung
Das heranwachsende Baby kann, sofern es am Körper der Mutter
oder auch des Vaters getragen wird, die soziale Umwelt
allmählich entdecken, ohne den Schutz und die Geborgenheit
durch die Eltern aufgeben zu müssen. Das permanente Bewegt
werden beim Tragen fördert den Gleichgewichtssinn des Babys
und regt nebenbei seine motorischen Fähigkeiten an. Ganz
allgemein wird durch das Tragen die physische und psychische
Entwicklung des Babys gefördert. Insbesondere bei Frühchen (
frühgeborenen Babys ) ist der enge Körper- und Hautkontakt
besonders wichtig und so finden sich Tragehilfen speziell
für Frühgeborene. Für Zwillinge gibt es besondere
Zwillingstragesäcke, aber genauso gut lassen sich
Zwillinge problemlos in einem oder mit zwei Tragetüchern
tragen.
Vorteile
Tragetuch, Babytragen,
Tragesitz
Ein
Tragetuch oder eine andere Tragehilfe wie beispielsweise
ein ergonomischer Tragesitz (Babytrage, Tragesack ) ist eine äußerst praktische und willkommene
nützliche Vorrichtung für Eltern, die ihr Baby viel tragen
und dabei dennoch zwei Hände frei haben möchten. Eine
Tragehilfe ermöglicht Rücken schonendes längeres Tragen über
lange Strecken, problemloses Tragen auch während der
Verrichtung bestimmter Arbeiten wie z.B. Hausarbeit und vor
allem erspart man sich durch das Tragen des Babys mit einer
Babytrage bzw. einem
Tragetuch, mühsames Hinaufbugsieren
eines Kinderwagens über Treppen sowie, sich mit einem
Kinderwagen durch Menschenmengen drängeln zu müssen. Mit
Hilfe eines Tragesitzes oder eines
Tragetuches ist es
möglich, seinem Kind hinreichend Geborgenheit und Nähe zu
schenken. Die enge Mutter-Kind-Bindung durch das Tragen des
Babys in einem
Tragetuch oder einer anderen Tragehilfe
fördert die physische und psychische Entwicklung eines
Kindes und stärkt sein Selbstbewusstsein, da es nicht mit
Verlustängsten konfrontiert wird.
Tragehilfe: Baby niemals mit dem
Gesicht nach vorne tragen!
Auf keinen Fall empfehlenswert ist es, sein Baby in einer
Tragehilfe mit dem Gesicht nach vorne zu tragen. Durch die
unnatürliche Körperhaltung mit geradem Rücken können beim
Tragen des Babys mit Blick nach vorne Haltungsschäden und
Rückenschmerzen beim Kind entstehen. Auch die Hüften können
sich nicht richtig entwickeln, da die Beine sich nicht in
der natürlichen Anhock-Spreiz-Stellung befinden, sondern
vielmehr ohne Halt herunterbaumeln. Außerdem ist das nach
vorne getragene Baby einer ständigen Reizüberflutung
ausgesetzt und kann sich dieser nicht entziehen. Beim Tragen
des Babys in einer Tragehilfe mit nach vorne gerichtetem
Gesicht fehlt der Blickkontakt zu Mama oder Papa, an die
oder den sich bei Bedarf angekuschelt werden könnte. Es ist
unbedingt darauf zu achten, dass der Rücken des Babys in der
Tragehilfe seine runde Form behält, hinreichend gestützt
wird und die Knie sich oberhalb des Popos in der so
genannten Anhock-Spreizstellung befinden. Leider kann bei
ergonomisch nicht korrekter Trageweise mithilfe einer
Tragehilfe mehr Schaden als Nutzen angerichtet werden.
Sinnvoll ist es, sich bei Unsicherheiten, insbesondere beim
Binden eines
Tragetuches, an eine Trageberaterin oder
erfahrene Hebamme zu wenden.
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