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Slackline erfordert neben dem Balance
halten außerdem ein hohes Maß an Konzentration, Koordination
und Ausdauer.
Abhängig von Art und Ort der Befestigung der Slackline
unterschiedet man zwischen verschiedenen Formen des
Slacklinings ( Slackens, Slacklinens ).
Low-Lines oder Trick-Lines, ideal zum Üben
von Tricks
Die einfachste und gebräuchlichste Form des Slacklinens ist
die Lowline oder Trickline bzw. Lowlining oder Tricklining.
Das Band ( Slackline ) wird hierbei in relativ niedriger
Höhe ( englisch : low = niedrig ), also etwa in Kniehöhe bis
Hüfthöhe z.B. zwischen zwei Baumstämmen oder Laternen
gespannt. Der Untergrund beim Lowline oder Trickline ist
möglichst weicher Boden wie Gras oder Sand, notfalls auch
ausgelegte Matten, so dass sich eine Absicherung vor Stürzen
erübrigt und nicht notwendig ist. Daher ist eine Lowline
auch ideal, um sich als Anfänger in der Sportart Slackline relativ gefahrlos in
verschiedenen Tricks ( z.B. hinsetzen, rückwärts gehen,
hinlegen, umdrehen ) zu üben.
Long-Lines: Slackline für Profis
Profis vorbehalten bleibt das Spannen von so genannten Long
Lines, die vom Slackliner ein hohes Maß an Konzentration
abverlangen. Die Distanz zwischen den beiden
Befestigungspunkten ist beim Longlinen möglichst groß
gewählt ( z. B. 100 m ), was durch das dadurch zustande
kommende relativ hohe Eigengewicht der Longline ein ruhiges
Gehen erfordert. Gerät eine Longline erst einmal in
Schwingung ist sie kaum wieder in Ruhe zu bekommen.
High-Lines: Slackline mit erhöhtem
Risiko
Higlines werden in großen Höhen bis zu mehreren hundert
Metern gespannt. Diese Form des Slacklinens ist für den
Slackliner nicht gerade ungefährlich. Eine Absturzgefahr und
damit ein hohes Verletzungsrisiko besteht nicht nur für den
Fall, dass man aus dem Gleichgewicht gerät, sondern ebenso
durch Materialversagen. Ein Sicherungssystem für den
Slackliner auf einer Highline sowie eine redundante
Befestigung der Highlines ist bei dieser Form des
Slacklinings daher mehr als empfehlenswert.
Rodeo-Lines oder Freestyle-Lines
Rodeo-Lines oder Freestyle-Lines sind relativ schlaff, also
nicht besonders fest gespannt und das Gehen auf diesen
durchhängenden Bändern erfordert sehr viel Übung und Können.
Beim Rodeolinen muss der Slacker während des Gehens das Band
unterhalb des Körper-Schwerpunktes möglichst ruhig halten,
ähnlich wie beim Schlappseil.
Water-Lines über stehendem oder
fließendem Gewässer
Ist die Slackline über Wasser gespannt, so spricht man von
einer Waterline. Der Slackliner hat beim Waterlinen (Waterlining
) zwar keinen festen Boden unter den Füßen, aber immerhin
sind schwierige Sprungtechniken wie z.B. das Üben eines
Saltos möglich, da das Verletzungsrisiko bei einem Absturz
durch den Fall ins Wasser minimiert ist. Hierbei ist darauf
zu achten, dass die Waterlines über einen ausreichenden
Wassertiefe gespannt sind. Waterlines können sowohl über
stehendem Wasser als auch über fließendem Gewässer gespannt
sein, wobei bei letzterer Art das Balancieren zusätzlich
durch die das Gleichgewichtsempfinden störende Fließbewegung
des Wassers erschwert ist.
Jump-Lines: ideal für Drehungen und
Sprünge wie Salto vorwärts oder rückwärts
Für alle sprungebegeisterten Slackliner gibt es so genannte
Jumplines auf dem Markt ( to jump, engl. = springen ), die
in der Regel eine maximale Länge von 15 m haben und nicht
höher als in Hüfthöhe relativ straff gespannt werden. Jene
Jumplines sind speziell dafür geeignet, um darauf Drehungen,
einen Vorwärtssalto oder einen Rückwärtssalto zu vollführen.
Jumplines können auch nebeneinander gespannt sein, so dass
ein Springen von einer Jumpline zur nächsten möglich ist.
Night-Lines oder Dark-Lines: besondere
Herausforderung für Slackliner
Eine besondere Herausforderung für den Gleichgewichtssinn
ist das Nightlinen oder Darklinen. Eine Nightline wird an
einen möglichst dunklen Ort in der Nacht, eine Darkline in
einem sehr dunklen Raum gespannt. Ist die Nightline über
Wasser gespannt oder als Highline mit entsprechender
Absicherung für den Slackliner, so ist das Verletzungsrisiko
im Falle eines Absturzes beim Nightlining immerhin etwas
reduziert.
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