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( Verdauung ) des in Milchprodukten enthaltenen Milchzuckers
( Laktase ) im Dünndarm gestört und jener Zweifachzucker
kann somit nicht von der Schleimhaut im Dünndarm aufgenommen
werden.
Ursachen und Symptome
Laktoseintoleranz
Die Beschwerden bei Milchzuckerunverträglichkeit sind darauf
zurückzuführen, dass das Verdauungsenzym Laktase, welches
den aus zwei Einfachzuckern ( Glucose und Galactose )
aufgebauten Milchzucker ( Lactose, Laktose ) im Dünndarm spaltet, gänzlich fehlt oder
unzureichend vorhanden ist.
Milchzucker wandert bei einer Laktoseintoleranz (
Lactoseintoleranz ) daher ungespalten in den Dickdarm, wo es
den dort zahlreich vorkommenden Bakterien als Nahrung dient
und vergoren wird. Als Folge des fehlenden Abbaus von
Milchzucker durch Laktase bilden sich bei einer
Milchzuckerunverträglichkeit im Darm daher vermehrt Gase (
Methan und Wasserstoff ) sowie osmotisch aktive Milchsäure,
was ein Einströmen von Wasser bewirkt. Typische Symptome
einer ausgeprägten ( starken ) Milchzuckerunverträglichkeit
( Laktoseintoleranz ) sind heftige Blähungen und
Durchfall. Weitere Symptome einer Laktoseintoleranz sind
Übelkeit, Bauchkrämpfe bzw. Bauchschmerzen und Völlegefühl.
Eine Laktoseintoleranz muss nicht zwingend klinische
Symptome hervorrufen und wird dann als Hypolaktasie oder
Laktosemaldigestion bezeichnet.
Diagnose Milchzuckerunverträglichkeit
( Laktoseintoleranz )
Die sichere Diagnose einer bestehenden Laktoseintoleranz (
Lactoseintoleranz, Milchzuckerunverträglichkeit ) erfolgt
über einen so genannten oralen Milchzuckerbelastungstest.
Hierzu wird 50 g Milchzucker verabreicht und der Nachweis
einer unzureichenden Resorption von Laktose im Dünndarm
entweder über einen Anstieg des Wasserstoffgehalts in der
Atemluft von mehr als 20 ppm oder über einen fehlenden bzw.
nur sehr geringen Anstieg des Blutzuckerwertes auf weniger
als 20 mg / dl ermittelt.
Behandlung Laktoseintoleranz (
Milchzuckerunverträglichkeit )
Wer nachweislich an einer Milchzuckerunverträglichkeit mit
entsprechenden Symptomen leidet, kann eine Linderung der
Beschwerden erzielen, indem er auf laktosefreie Produkte wie
laktosefreien Käse oder alternative Milchprodukte wie Mandelmilch, Sojamilch, Reismilch
oder Hafermilch bzw. Laktose-reduzierte Milch ausweicht.
Eine ( nicht immer sinnvolle ) Alternative zur Behandlung
bei Laktoseintoleranz ist die Einnahme von Laktasepräparaten,
die das dem Körper fehlende Enzym Laktase enthalten, was jedoch nur unter
Rücksprache mit dem Arzt erfolgen sollte.
Wer aufgrund einer ausgeprägten Laktoseintoleranz auf eine
laktosefreie Ernährung angewiesen ist, sollte unbedingt auf
eine ausreichende Versorgung mit Kalzium achten, um z.B. dem
Entstehen von Osteoporose oder anderen Mangelerscheinungen
vorzubeugen.
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