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Nistet sich mindestens eine der Eizellen erfolgreich in die
Schleimhaut der Gebärmutter ein, so kann sich die Frau, die
sich einer IVF unterzogen hat, auf ein positives
Schwangerschaftsergebnis freuen.
Künstliche Befruchtung bei unerfülltem
Kinderwunsch
Das Verfahren der In-Vitro-Fertilisation ( IVF ) ist für
Eltern mit bislang unerfülltem Kinderwunsch eine mögliche
Chance, doch noch zu dem ersehnten Nachwuchs zu kommen. Die
Befruchtung findet bei der IVF ( In-Vitro-Fertilisation )
gewissermaßen an einem künstlichen Ort, dem Reagenzglas
anstelle des Eierstocks statt und ist somit unter anderem
geeignet, um kinderlosen Frauen, deren Ursache für den
unerfüllten Kinderwunsch z. B. an verklebten, verschlossenen
oder fehlenden Eileitern liegt, Nachwuchs zu ermöglichen.
Hormonelle Behandlung zur Stimulation
der Eizellen
Sollen im Rahmen einer In-Vitro-Fertilisation eigene
Eizellen herangezogen werden, so muss sich die Frau einer
hormonellen Behandlung für einen kontrollierten Eisprung
unterziehen. Um einen Eisprung hormonell unter
kontrollierten Bedingungen auszulösen, gibt es verschiedene
Möglichkeiten. Eine häufig gewählte Möglichkeit bei der
In-Vitro-Fertilisation ( IVF ) ist das so genannte „ Lange
Protokoll “, mit der in der Mitte der zweiten Zyklushälfte,
also etwa um den 19.- bis 23. Zyklustag begonnen wird. Über
einen Zeitraum von bis zu 14 Tagen wird ein GnRH Agonist (
GnRH = Freisetzungshormon, Releasinghormon ) entweder
injiziert oder nasal verabreicht, wodurch die Eierstöcke
stillgelegt werden ( Downregulation ). Im Anschluss daran
erfolgt nun die Stimulation der Eierstöcke über eine
tägliche Injektion mit Hormonen wie das
Follikelstimulierende Hormon FSH ( Gonal-F oder Puregon )
oder das Menopausengonadotropin ( hMG ) Menogon, die die
Eierstöcke zu einer vermehrten Produktion von Eizellen
stimulieren.
Erfolgreiche Schwangerschaft durch
künstliche Befruchtung
Mittel Ultraschall wird überprüft, ob sich eine ausreichende
Anzahl ( mehr als fünf ) Eibläschen ( Follikel ) bestimmter
Größe entwickelt hat, um dann das Schwangerschaftshormon hCG
( Humanes Choriongonadotropin ) zu injizieren, welches den
Eisprung auslöst. Etwa 36 Stunden später entnimmt der Arzt
dann die Eizellen aus dem Eierstock, um sie im Labor mit den
Spermien des Vaters auf natürliche Weise verschmelzen zu
lassen. Von den erfolgreich befruchteten Eizellen werden bei
der In-Vitro-Fertilisation zwei bis maximal vier entnommen
und über einen dünnen flexiblen Katheder über die Scheide in
die Gebärmutter eingeführt. Nistet sich mindestens eines der
befruchteten Eier erfolgreich in die Gebärmutterschleimhaut
ein, so folgt eine normale Schwangerschaft.
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