Vorzüge der Muttermilch als Nahrung für das Baby,
Vorteile stillen
Im ersten Lebenshalbjahr deckt Muttermilch den gesamten
Nährstoffbedarf, den ein Neugeborenes zur natürlichen Entwicklung
benötigt, vollständig ab. Industriell hergestellte Babynahrung vermag
niemals die wertvollen, für die Entwicklung des Babys wichtigen und in
ihrer Zusammensetzung an das jeweilige Alter des Babys angepassten
Bestandteile, die in der Muttermilch natürlich vorkommen, zu 100% zu
kopieren.
Muttermilch dient dem Baby neben der Ernährung auch als Immunschutz
vor Krankheiten und zur Unterstützung einer optimalen körperlichen und
geistigen Entwicklung. Man hat festgestellt, dass der Gehalt an
Immunwirkstoffen in der Muttermilch ansteigt, wenn das gestillte Kind
das Krabbelalter erreicht, ein Zeitpunkt, bei dem das Baby vermehrt mit
Keimen aus der Umwelt in Berührung kommt. Muttermilch bietet dem Baby
also nicht nur Nahrung, sondern auch gesundheitliche Vorteile.
Stillen beugt späteren Allergien vor
Gestillte Kinder leiden gegenüber nicht gestillten Kindern nicht nur
seltener an Erkrankungen wie Zöliakie, Diabetes, Morbus Crohn, oder
Krebs im Kindesalter, sondern weisen deutlich seltener Allergien auf.
Neben einer Prävention vor Allergien leistet das Stillen ebenso einen
erhöhten Schutz gegen Fettsucht ( Adipositas ).
Zu guter Letzt hat Muttermilch den Vorteil, dass sie stets
wohltemperiert, in ausreichender Menge ( ein größeres Trinkbedürfnis
erhöht, wenn auch leicht verzögert, die Milchproduktion ) und
insbesondere kostenfrei verfügbar ist. Auf diese Weise spart das Stillen
nicht nur jede Menge Zeit sondern auch Geld.
Stillen - für die Entwicklung des Kindes
förderlich
Der Stillvorgang wirkt sich äußerst positiv auf eine harmonische
Entwicklung des Babys aus. Das intensive Saugen an der Brust wirkt wie
eine permanente Mikromassage des oberen Gaumens, was zum einen zu einer
Entspannung der Schädelplatten führt und darüber hinaus kontinuierlich
Impulse an das Gehirn abgibt.
Eine optimale Sprachentwicklung wird durch das die Ausbildung von
Kiefer und Muskulatur im Mund unterstützende Saugen beim Stillen
gefördert sowie Zahnfehlstellungen vorgebeugt. Wie Erwachsene nach einem
Orgasmus produzieren Babys beim Stillen nach dem angenehmen Nuckeln an
der Mutterbrust das Hormon Oxytocin, welches bewirkt dass sie müde und
schläfrig werden.
Der häufige Haut- und Körperkontakt mit der Mutter beim Stillen wird
schließlich dem Bedürfnis des Säuglings nach Geborgenheit und Nähe
gerecht und festigt die Bindung zwischen Mutter und Kind. Beim
Stillvorgang werden sämtliche Sinne des Babys angeregt und dadurch die
geistig seelische Entwicklung gefördert.
Stillen - Vorteile für die Mutter
Auch für die Mutter bietet das Stillen nach der Geburt eine Reihe von
Vorteilen. Die Gebärmutter bildet sich zum einen schneller wieder zurück
und zum anderen beschleunigt die beim Stillen permanente „
Nährstoffabgabe “ ans Kind die Gewichtsabnahme der Mutter zum
ursprünglichen natürlichen Körpergewicht.
Durch das beim Stillen ausgeschüttete Hormon Prolaktin verzögert sich
nicht nur die Rückkehr der Regelblutung und damit der Fruchtbarkeit, was
einer erneuten frühzeitigen Schwangerschaft entgegenwirkt, sondern auch
die Immunabwehr der Mutter wird dadurch gefördert. Im Zusammenspiel mit
dem Hormon Oxytocin sorgt Prolaktin darüber hinaus bei der Mutter für
eine entspannende ausgleichende Wohlfühlwirkung beim Stillen, was eine
natürliche tiefe emotionale Bindung zum Kind festigt.
Natürliche Stilldauer - wie lange
stillen ist normal ?
Menschliche Babys sind von der Evolution her gesehen darauf
programmiert, über mehrere Jahre gestillt zu werden. In einer
wissenschaftlichen einzigartigen weltweiten Studie kam die Anthropologin
Katherine Dettwyler zu dem Ergebnis einer natürlichen Stilldauer von 2,5
bis 7 Jahren bei uns Menschen, wenn man die kulturellen Einflüsse außer
Acht lassen würde.
Mehr zum Thema: Wie lange stillen ? Wann ist der
richtige Zeitpunkt zum Abstillen ? ...
Zeitpunkt der Zufütterung
Etwa nach einem halben Jahr erfolgt ergänzend zum Stillen bzw. zur Faschenmilch das Zufüttern von fester Babynahrung. Von vielen Eltern fällt dabei die Wahl auf die im Handel in zahlreichen Geschmacksrichtungen angebotenen und von der Werbeindustrie gepriesenen Babynahrung aus dem Glas.
Mehr
zum Thema Babynahrung Zufütterung finden Sie hier...
Babynahrung selber kochen
Nach neuesten Studien ist in Sachen Babynahrung die Verwendung von Gläschenkost zwar praktisch, aber was die Versorgung mit lebensnotwendigen Nährstoffen anbelangt, ist selber kochen besser.
Mehr zum Thema Babynahrung selber kochen finden Sie
hier...
Babynahrung kaufen, Gläschenkost für Babys
Wer die Nahrung nicht selber kochen möchte oder - zum
Beispiel aus Zeitgründen nicht kann - dem stellen verschiedene
Hersteller von Babynahrung ein reichhaltiges Angebot zur Verfügung.
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit nennen wir hier die Namen einiger
Hersteller bzw. Marken von Babynahrung: Hipp, Lasana, Milasan, Holle,
Humana, Alete, Beba. Einige bieten Proben von Babynahrung an, so dass
getestet werden kann, ob das Kleine das Angebotene auch mag.
Weitere
Tipps und Hinweise zum Thema Babynahrung finden Sie hier...
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