Mönchspfeffer als Pfefferersatz
Mönchspfeffer fand bereits im Mittelalter Anwendung in der Küche der Mönche. Gewürze wie Pfeffer
waren fast unbezahlbar. Die scharf schmeckenden pfefferähnlichen Früchte dieser auch als Abrahamstrauch bezeichneten Heilpflanze Vitex agnus castus
( Mönchspfeffer ) waren daher zu damaligen Zeiten ein sehr willkommener Pfefferersatz.
Neben seiner Verwendung als Pfefferersatz konnten frühere Klosterbrüder von
einem außergewöhnlichen Effekt des Mönchspfeffers ( Agnus Castus )
profitieren: in hohen Dosen genossen soll Mönchspfeffer den männlichen
Sexualtrieb dämpfen. Jene Wirkung der Pflanze kam den zu Enthaltsamkeit
verdammten Mönchen seinerzeit sehr entgegen und erleichterte ihnen sozusagen „
lammfromm “ zu bleiben. Die besondere Wirkung auf die frommen Mönche brachte dem
Mönchspfeffer seine alternativ gebräuchliche Bezeichnung Keuschlamm ein,
abgeleitet von " keuschem Lamm ". Der Pflanze, die den Klosterbrüdern in ihrer
strengen Enthaltsamkeit entgegenkam, verhalf es zu den zusätzlichen
Bezeichnungen Keuschstrauch oder Keuschbaum.
Mönchspfeffer als Heilpflanze in der
Frauenheilkunde
Heutzutage findet Mönchspfeffer oder Agnus castus weniger zur Einhaltung von Enthaltsamkeit Anwendung, sondern wird vielmehr sehr erfolgreich
als homöopathisches Mittel in der Frauenheilkunde zur ursächlichen Behandlung von Zyklusstörungen und gegen Beschwerden beim
PMS ( prämenstruelles Syndrom ) sowie Wechseljahresbeschwerden eingesetzt.
Mehr zum Thema Mönchspfeffer bei unerfülltem Kinderwunsch ...
|