Anfangsmilch: Pre-Milchnahrung und 1er Milch
Ein neugeborenes Baby, das nicht gestillt wird, bekommt Pre-Milch oder
Pre-HA-Milch ( allergiegefährdete Babys ) ad libitum, das heißt es darf soviel
und sooft trinken, wie es Hunger hat. Wird das Baby von der Pre-Milch nicht mehr richtig satt bzw. trinkt es mehr
als 1000ml am Tag, so kann auf 1er Milch bei der Fütterung umgestiegen werden.
Die " 1 " bedeutet hierbei, dass jene Anfangsmilch ein zusätzliches
Kohlenhydrat, nämlich Stärke enthält und damit nicht nur dickflüssiger
sondern auch sättigender ist, da die Nahrung länger im Magen verweilt.
Aufgrund ihrer Sämigkeit wird 1er Säuglingsmilch mit einem Milchsauger
gefüttert.
Folgemilch: 2er und 3er Milch
Der Anfangsmilch folgen 2er und 3er Folgemilch. Obwohl diese Zahlenfolge suggeriert, dass diese
weiterführend ab dem 4. Monat gegeben werden sollten, ist dies keineswegs ein Muss.
Mit Anfangsmilch kann das Baby bedenkenlos auch bis zum 1. Geburtstag gefüttert werden. Folgemilch wurde ursprünglich auf Betreiben der WHO (
Weltgesundheitsorganisation ) für Babys der Dritte-Welt-Länder hergestellt, da
diese gegenüber Anfangsmilch kostengünstiger herzustellen ist. Folgemilch ist
infolge ihrer kalorienreicheren Zusammensetzung sättigender und ihre
Verweildauer im Magen aufgrund einer anderen Eiweißkomponente auch
länger. Da mit Folgemilch die Gefahr besteht, sein Baby zu überfüttern, raten
Ernährungsexperten von einer Ernährung des Säuglings mit Folgemilch eher
ab.
prebiotische Anfangsmilch mit LCP
Neuerdings gibt es Anfangsmilch, die mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren, den sogenannten LCPs versetzt ist. LCP kommt aus dem Englischen und steht für „ Long Chained Polyunsaturated Fatty Acid “. Jene LCPs sind für die Entwicklung des Gehirns von Säuglingen sehr wichtig und in der Muttermilch ausreichend vorhanden. Ebenfalls durch Muttermilch wird der Aufbau einer gesunden Darmflora durch die Besiedlung des Darmes mit Bifidusbakterien gefördert. Jene Bakterien verhindern eine Besiedelung durch andere schädliche Bakterien. In der Flaschennahrung wird dieser Effekt durch den Zusatz bestimmter Kohlenhydrate erzielt, von denen sich Bifidusbakterien ernähren. Durch diese speziellen Kohlenhydrate ergänzte Säuglingsnahrung erhält den Zusatz prebiotisch.
Welche Flaschenmilch für mein Baby?
Nach heutigem Forschungsstand ist eine durch prebiotische Kohlenhydrate sowie LCPs ergänzte Flaschenmilch für die Ernährung von Babys nicht stillender Mütter sinnvoll und empfehlenswert. Grundsätzlich sollten nicht stillende Mütter sich nach dem
Baby richten, welche Flaschenmilch ihm schmeckt und es am besten verträgt. Bei
dieser Flaschenmilch sollte man dann am besten bleiben.
Am gesündesten für das Baby ist und bleibt noch immer die
Muttermilch. Es ist die speziell für das Baby quasi von der Mutter zubereitete
Nahrung, die auf die Bedürfnisse des Babys optimal eingestellt und stets
richtig temperiert ist.
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Babynahrung und Kuhmilch, lactosefreie Babynahrung
Bei der Babyernährung sollte im ersten Lebensjahr gänzlich auf Kuhmilch verzichtet werden, da diese für junge Kälbchen bestimmte Milch aufgrund ihrer besonderen Zusammensetzung für den menschlichen Säugling unverträglich ist. Manche
Kinder leiden grundsätzlich an einer Allergie gegen Kuhmilch bzw. vertragen
Kuhmilch auch über das erste Lebensjahr hinaus nicht, so dass Eltern auf
kuhmilchfreie oder lactosefreie Babynahrung ausweichen müssen.
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Zufüttern mit Gläschenkost
Etwa nach einem halben Jahr erfolgt ergänzend zum Stillen bzw. zur Flaschenmilch das Zufüttern von fester Babynahrung. Von vielen Eltern fällt dabei die Wahl auf die im Handel in zahlreichen Geschmacksrichtungen angebotenen und von der Werbeindustrie gepriesenen Babynahrung aus dem Glas.
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Wer die Nahrung nicht selber kochen möchte oder - zum
Beispiel aus Zeitgründen nicht kann - dem stellen verschiedene
Hersteller von Babynahrung ein reichhaltiges Angebot zur Verfügung.
Ohne Anspruch auf Vollständigkeit nennen wir hier die Namen einiger
Hersteller bzw. Marken von Babynahrung: Hipp, Lasana, Milasan, Holle,
Humana, Alete, Beba. Einige bieten Proben von Babynahrung an, so dass
getestet werden kann, ob das Kleine das Angebotene auch mag.
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Gläschenkost oder Babybrei selber kochen?
Kocht man den Babybrei selbst, besteht eine größere
Kontrolle, welche Inhaltsstoffe hinein gelangen. Nach neuesten Studien ist in Sachen Babynahrung die Verwendung von Gläschenkost zwar praktisch, aber was die Versorgung mit lebensnotwendigen Nährstoffen anbelangt, ist selber kochen besser.
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