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| ::: Schwangerschaft und Windpocken ::: |
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Windpocken und Schwangerschaft
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Etwa 90%-95% aller schwangeren Frauen sind gegen eine
Erkrankung an Windpocken immun, da sie in Ihrem Leben bereits eine Erkrankung an
diesem hoch ansteckenden Virus durchgemacht und genügend Antikörper dagegen
aufgebaut haben.
In seltenen Fällen ist eine erneute Erkrankung an Windpocken möglich,
wenn zu wenig Antikörper vorhanden sind.
Wer als Schwangere noch keine Windpocken hatte und auch nicht dagegen
geimpft ist, sollte sich des Risikos einer möglichen Ansteckung an Windpocken
und den damit verbundenen Gefahren für das Ungeborene bewusst sein.
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Foto: aboutpixel.de
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Symptome Windpocken, Komplikationen Windpocken
Die typischen Symptome von Windpocken sind anfängliche vereinzelte
kleine rote Flecken und Fieber. Jene roten Flecken bei Windpocken wandeln sich in linsengroße flüssigkeitsgefüllte
Bläschen um, die mit der Zeit eintrüben und nach ein paar Tagen verschorfen.
Die Bläschen treten bei einer Erkrankung an Windpocken schubweise in einem Zeitraum von 1 bis 2 Wochen über den
gesamten Körper verteilt auf und sind von starkem Juckreiz begleitet.
Während
eine Windpockenerkrankung bei Kindern in der Regel
komplikationslos verläuft, können insbesondere bei immungeschwächten
Erwachsenen vereinzelt Komplikationen wie beispielsweise eine Lungenentzündung
durch Windpocken auftreten.
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Erkrankung an Windpocken in der Schwangerschaft
Besonders gefährlich ist eine Erkrankung an
Windpocken in der Schwangerschaft.
Da Windpocken zu fatalen Schädigungen beim
Ungeborenen führen kann, sollten Frauen mit Kinderwunsch unbedingt ihr
Blut auf das Vorhandensein von genügend Antikörpern gegen Windpocken untersuchen
lassen.
Nach einer Schutzimpfung gegen Windpocken ist eine Frist von
mindestens 3 Monaten bis zu einer Schwangerschaft einzuhalten, um eine
Gefährdung des Embryos durch den Impfstoff auszuschließen.
Auch für die Schwangere selbst ist die Erkrankung
an Windpocken nicht ungefährlich und kann bei Auftreten nach dem ersten
Schwangerschaftsdrittel eine Lungenentzündung, die so genannte Varizellen-Pneumonie auslösen, die unbehandelt zum Tode führen kann.
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Windpocken: Gefahr für das ungeborene Baby
Wenngleich Windpockenerkrankungen in der
Schwangerschaft selten sind, wird deren Gefahr meist unterschätzt.
Erfolgt die Ansteckung der Mutter mit Windpocken in der 13. bis 20.
Schwangerschaftswoche birgt dies eine 1-2%ige Wahrscheinlichkeit für
schwerste Schädigungen des Embryos ( z.B. Hypoplasie der Gliedmaßen,
Augendefekte, Hirnatrophie, Paralyse mit Muskelatrophie,
psychosomatische Retardierung, Minderwuchs ), die im schlimmsten Fall zu
einer Fehlgeburt führen kann.
Ansteckung ( Infektion )
Windpocken und Inkubationszeit Windpocken
Hervorgerufen wird eine Windpockenerkrankung durch
Infektion mit dem Varicella-Zoster-Virus. Eine Übertragung des
Windpocken-Virus erfolgt durch
Tröpfcheninfektion oder aber auch dem Namen nach durch den Wind, was der
Krankheit einen hochgradig ansteckenden Status verleiht und Windpocken zu einer
der am häufigsten auftretenden Kinderkrankheit macht. Ansteckend sind Windpocken bereits 1 bis 2 Tage vor Ausbruch des
typischen Ausschlags und bis etwa 5 Tage nach Auftreten der letzten
frischen Bläschen. Die Inkubationszeit, also die Zeit zwischen
Ansteckung und Ausbruch der Windpocken, beträgt gewöhnlich etwa 2
Wochen, schwankt jedoch zwischen 10 Tagen und drei Wochen.
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Schutz vor Windpocken in
Schwangerschaft
Eine Schwangere mit unzureichendem Antikörperschutz gegen Windpocken
sollte aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr unbedingt Kontakt zu an
Windpocken erkrankten Menschen meiden. Zur vorbeugenden Behandlung nach
einer möglichen Infektion ist eine passive Immunisierung der
Schwangeren mit Antikörpern ( Immunglobuline ) möglich, die vor einer
Erkrankung an Windpocken schützen kann, sofern die Verabreichung spätestens
96 Stunden nach der potentiellen Ansteckung erfolgt.
Impfungen in der Schwangerschaft
Von Impfungen mit so genannten Lebendimpfstoffen ( z.B. Masern-
Mumps-Röteln-Impfung oder Impfung gegen Windpocken ) ist während der
Schwangerschaft dringend abzuraten, da eine Schädigung des Ungeborenen
durch Infektion mit dem abgeschwächten Erreger nicht ausgeschlossen
werden kann.
Weitere
Informationen zum Thema Impfungen in der Schwangerschaft finden Sie hier...
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