 |
| ::: Rhesusfaktorunverträglichkeit in Schwangerschaft ::: |
|
Rhesusfaktorunverträglichkeit in
der Schwangerschaft
|
|
Erwartet eine Rhesus-negative Mutter ein Kind von einem Rhesus-positiven Vater,
so besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass das Kind das dominante Merkmal
Rh(D)+
vom Vater erbt und das Kind damit ebenfalls Rhesus-positiv ist.
Bei der ersten Schwangerschaft ist der Austauschs von roten Blutkörperchen
über den Mutterkuchen zwischen dem Ungeborenem und seiner Mutter gewöhnlich so gering, dass
dies nicht zur Ausbildung von Abwehrstoffen der Rhesus-negativen Mutter
gegen den positiven Rhesusfaktor führt.
Jene Schwangerschaft verläuft
in der Regel also ganz normal.
|
|
|

Foto: aboutpixel.de (c) bruno
|
|
|
Rhesus-negative Mutter: Komplikationen bei der zweiten Schwangerschaft
Bei der Geburt des ersten Kindes können allerdings während des
Geburtsvorgangs genügend große Blutmengen aus dem Mutterkuchen in die
Blutbahn der Rhesus-negativen Mutter gelangen, was die Bildung von
Antikörpern gegen das rhesus-positive Blut im mütterlichen Blut auslöst.
Genau jene Antikörper gegen rhesus-positives Blut stellen das Problem
bei einer erneuten Schwangerschaft der Mutter mit Rhesusfaktor negativ
dar: sie gelangen über die Plazenta in den Blutkreislauf des Ungeborenen
und können, falls das zweite Kind erneut Rhesus-positiv ist, dessen rote
Blutkörperchen zerstören. Im schlimmsten Fall führt dies zum Absterben
des Kindes. Symptome von Anämie und Gelbsucht sowie Gehirnschäden können
bei diesem als Morbus haemolyticus bezeichneten Krankheitsbild
auftreten.
mehr zum Thema Schwangerschaft und Geburt ...
|
|
|
|
Rhesus-negative Mutter erhält in Schwangerschaft Antiserum
( Anti-D Spritze )
Heutzutage stellt diese Blutunverträglichkeit ( Rhesusfaktorunverträglichkeit ) zwischen werdender
Rhesus-negativer Mutter und ihrem ungeborenen Rhesus-positiven Kind kein Problem mehr dar.
Die Mutter erhält bereits während ihrer ersten Schwangerschaft ( um die 28.bis
30. Schwangerschaftswoche ) sowie erneut nach der Geburt, Gaben eines speziellen Antiserums
( Anti-D-Immunglobulin ). Jene so genannte Anti-D Spritze bewirkt, dass die in den Blutkreislauf der Mutter eingeschwemmten kindlichen Rh+-Zellen rechtzeitig vernichtet
werden, bevor die Mutter Antikörper dagegen bilden kann. Eine erneute Schwangerschaft der Rhesus-negativen Mutter mit einem Rhesus-positiven Kind hat nach dieser vorbeugenden Behandlungsmethode dann nicht mehr die sonst fatalen Auswirkungen
der Rhesusfaktorunverträglichkeit zur Folge.
|
Auch nach einer Fehlgeburt bzw. nach einer Ausschabung erhält die rhesusnegative
Frau jene Anti-D Spritze, um der Gefahr einer Bildung von Antikörpern
entgegenzuwirken.
Schwangerschaft und Antikörper-Suchtest
Bei Rhesus-negativen Müttern gibt der Antikörper-Suchtest, der zu Beginn der
Schwangerschaft durchgeführt wird, Aufschluss darüber, ob sich bereits
Antikörper gebildet haben, die zu Problemen in der bestehenden Schwangerschaft
führen könnten. Der Antikörper-Suchtest kann allerdings ebenfalls nach einer
vorangegangenen Anti-D Prophylaxe ( z.B. bei erneuter Schwangerschaft kurz nach
einer Fehlgeburt ) positiv ausfallen. In diesem Fall wird der
Antikörper-Suchtest etwas später erneut durchgeführt. Oft sind beim zweiten Test
dann keine Antikörper mehr nachweisbar, so dass keinerlei Gefahr für das Baby
besteht.
Vererbung des Rhesusfaktors - hier weiter lesen ...
|
|
|
|
|
Übersicht:
Schwangerschaft |
|
|
|
|
|  |
|